rbb24 Reportage: Jetzt geht's um die Wurst
Gesellschaft (D 2026)
Die Wurstfabrik in Britz bei Eberswalde schließt Ende Februar 2026 ihre Werkstore. 500 Menschen verlieren ihre Arbeit. Fast 50 Jahre nach Gründung des einstigen Schlacht- und Verarbeitungskombinates geht damit eine Tradition zu Ende. In den 80er Jahren war Eberswalde Europas größte Fleisch- und Wurstfabrik. In der Stadt entstanden ganze Neubauviertel, Schulen und sogar eine Schwimmhalle für die damals 3000 Beschäftigten und deren Familien. Die beliebten Würstchen und andere Eberswalder Fleischprodukte sollen zukünftig in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen produziert werden – so entschieden es die Eigentümer der zum Tönnings-Konzern gehörenden Zur-Mühlen-Gruppe, die das Werk erst 2023 übernommen hatte. Die rbb-Reporter Andreas Jacob und Fred Pilarski begleiten die letzten Tage des Werks. Und geben seltene Einblicke in die noch laufende Produktion und das 65Hektar große Betriebsgelände, mit Ecken und Hallen, die schon seit Jahren nicht mehr genutzt werden. Die Reporter waren im Gespräch mit ehemaligen und aktuell noch Beschäftigten, dem Management, der Gewerkschaft und der Kundschaft. Warum ist das Werk nicht mehr rentabel? Warum haben die wechselnden Eigentümer nicht genügend investiert? Wollte der Tönnies- Konzern nur die Marke "Eberswalder" und war eine Marktbereinigung in der Branche das Übernahme-Ziel? Und es gibt erste Antworten, wie es mit den Beschäftigten und dem Fabrikgelände weitergehen könnte.
Wiederholung
Di, 24.02.2026 | 20:15 - 20:45