Winters Knochen

Drama (USA 2010)
Ree (Jennifer Lawrence) lebt in den Ozark Mountains, einer rauen Hochlandschaft im US-Hinterland mit von Armut gezeichneten Bewohnerinnen und Bewohnern. Der Vater, ein Drogenpanscher, ist abwesend, die psychisch kranke Mutter kaum weniger. Und so obliegt es der tapferen 17-Jährigen, sich und ihre beiden kleineren Geschwister irgendwie durchzubringen, mit Sozialhilfe und ihren Nachbarn abgerungenen Brosamen. Diese misslichen Lebensumstände werden mit dem Auftauchen des Sheriffs noch prekärer. Rees Vater hat den einzigen Besitz, das Grundstück der Familie, als Kaution für seine Bewährung verpfänden. Nun ist er spurlos verschwunden. Um nicht auch noch das Dach über dem Kopf zu verlieren hat Ree eine Woche Zeit, ihren Vater zu finden – tot oder lebendig. Auf ihrer Suche stösst Ree auf eine Mauer des Schweigens. Ihr Onkel Teardrop (John Hawkes) warnt die junge Frau, weiter Fragen zu stellen. Beharrlichkeit und unbändiger Überlebenswillen treiben Ree voran und drohen sie das Leben zu kosten. Trostlos und feindselig ist die Welt, in der diese Geschichte spielt. "Winter's Bone" (Originaltitel) ist ein harter Brocken und gleichzeitig Independent-Kino von seltener Wucht. Vor Ort im US-Bundesstaat Missouri und mit tief dort verwurzelt scheinenden Laiendarstellern in Nebenrollen drehte Regisseurin Debra Granik ihren zweiten Spielfilm. Sie befreite das ungeschminkte Sozialdrama von den mythischen Elementen der Vorlage zu einer vom Neorealismus inspirierten Literaturverfilmung. "Winter's Bone" wurden etliche Auszeichnungen zuteil, unter anderen der Grosse Preis der Jury am Sundance-Festival. Debra Granik durfte sich zudem über vier Oscarnominierungen freuen, Jennifer Lawrence über jene für die "Beste Hauptdarstellerin". Trotz eines Auftritts, der als Grundstein für eine ganz grosse Schauspielkarriere taugt, unterlag sie Natalie Portman (für "Black Swan"). Doch 2013 gewann Lawrence dann das begehrte Goldmännchen für "Silver Linings Playbook" und wurde in der Folge zu einer der herausragendsten und erfolgreichsten Schauspielerinnen ihrer Generation.
- Jennifer Lawrence (Ree)
- Isaiah Stone (Sonny)
- Ashlee Thompson (Ashlee)
- Valerie Richards (Connie)
- Shelley Waggener (Sonya)
- Garret Dillahunt (Sheriff Baskin)
- William White (Blond Milton)
- Ramona Blair (Parenting Teacher)
- Lauren Sweetser (Gail)
- Andrew Burnley (Baby Ned)
- Phillip Burnley (Baby Ned)
- Isaac Skidmore (Baby Ned)
- Cody Brown (Floyd)
- Cinnamon Schultz (Victoria)
- John Hawkes (Teardrop)
- Casey MacLaren (Megan)
- Kevin Breznahan (Little Arthur)
- Dale Dickey (Merab)
- Sheryl Lee (April)
- Marideth Sisco (Singer at Party)
- Tate Taylor (Satterfield)
- Ronnie Hall (Thump Milton)
- Beth Domann (Alice)
- Charlotte Jeane Lucas (Tilly)
- Raymond Vaughan Jr. (Ray)
- Russell Schalk (Army Recruiter)
- Luke Cockroft (School boy)
- Brandon Gray (Spider Milton)
- Michael Nicolae (Student)
- Debbie Sutcliffe (Bar Patron)
- John Hawkes
- Debra Granik (screenplay)
- Anne Rosellini (screenplay)
- FSK 12
